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Berufsbild der Gärtner

Die Arbeit des Gärtners gehört zu einem der vielseitigsten und abwechslungsreichsten Handwerksberufe, die in Deutschland über eine Ausbildung erlernt werden können. Wer mit dem Berufsbild des Gärtners ausschließlich die Arbeiten von Landschaftsgärtnern im privaten oder öffentlichen Bereich verbindet, betrachtet so nur einen kleinen Teil des komplexen Berufsbildes. Neben Spezialgebieten wie der Arbeit in Friedhofsgärtnereien oder Baumschulen gehört gerade im 21. Jahrhundert auch ein wirtschaftliches Geschick für zahlreiche Gärtner bei der Berufsausübung hinzu. Außer der reinen Kultivierung und Pflege von Gartenanlagen im Nutz- oder Zierbereich, lassen sich für Auszubildende im Gartenbau eigene Schwerpunkte setzen, die eher künstlerische, landwirtschaftliche oder ökonomische Richtungen einschlagen.

Landwirtschaft und Baumschulen als Einsatzgebiete

Das klassische Berufsbild des Gärtners, das sich aus der Historie heraus entwickelt hat, ist die Pflege und Zucht von Pflanzen aller Art, um diese entweder selbst zur Gestaltung von Gartenanlagen zu verwenden oder Einzelhändlern für den eigenen Verkauf zu vertreiben. Die Liebe zur Natur und ein Interesse an zahlreichen Pflanzenarten und ihrer Aufzucht ist somit für einen Gärtner unerlässlich, der selbstständig oder als Teil eines Gartenbauunternehmens mit der Kultivierung zahlreicher Pflanzen betraut ist. Die Arbeit in Baumschulen zur Aufzucht von Zier- oder Nutzhölzern gehört hierbei zu den bekanntesten Arbeitsformen des Gärtners.

Da Obst, Wein und Gemüse in gezielter Weise kultiviert und gepflegt werden müssen, lässt sich der Ausbildungsschwerpunkt eines Gärtners auch in diesen Bereichen setzen, womit die berufliche Tätigkeit eher in den Bereich der Agrarwirtschaft einspielt. Ähnlich wie bei der Zucht von Zierpflanzen oder Nutzhölzern erlernt der Auszubildende im Gartenbau sämtliche Grundlagen und Besonderheiten über die entsprechenden Pflanzenfamilien und ist so in der Lage, seinen Beitrag zu einem florierenden Agrarbetrieb zu leisten.

Künstlerische Vorlieben im Landschaftsbau ausleben

Wer eher eine kreative Ader besitzt und dabei das Leben in der Natur und den Umgang mit Pflanzen genießt, dürfte als Gärtner im Landschafts- oder Gartenbau glücklich werden. In diesen Berufsbereichen besteht die Herausforderung weniger in der Aufzucht von Pflanzen aller Art, sondern in der Kombination und Zusammenstellung verschiedener Pflanzen, um mit diesen private Gärten, Parkanlagen oder Grünflächen im städtischen Umfeld zu gestalten. Noch vor einigen Jahrzehnten war die Bezeichnung Kunstgärtner für diese Tätigkeiten üblich, wodurch die kreativen Fähigkeiten des Landschaftsbauers perfekt zum Ausdruck gebracht wurden. Was ein Florist in kleiner Weise durch die Zusammenstellung eines Straußes schafft, darf ein Landschaftsgärtner auf Flächen von vielen Quadratmetern gestalten, wobei neben der reinen Konzipierung öffentlicher oder privater Grünflächen auch die Anleitung zur angemessenen Pflege in sein berufliches Ressort fällt.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Gartenbaus

Die Aufzucht sowie der Vertrieb von Pflanzen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert, wie durch die große Zahl an Gartencentern im gesamten Bundesgebiet deutlich wird. Für am Gartenbau interessierte Auszubildende kann diese Entwicklung jedoch den eigenen Wünschen entsprechen, da die Arbeit mit Pflanzen aller Art mit einer wirtschaftlichen Tätigkeit verbunden werden kann. Bei der Ausbildung eines Gärtners kann z.B. der kaufmännische Weg eingeschlagen werden, um so eigene Züchtungen in einer Stauden- oder Zierpflanzengärtnerei an Großkunden zu vertreiben oder die Leitung eines Gartencenters zu übernehmen. Neben einem rein ökonomischen Geschick ist es in einem solche sensiblen Arbeitsbereich unerlässlich, dass leitende Personen einen grundlegenden Einblick in die Materie des Garten- und Pflanzenbaus besitzen.

Das Berufsbild des Gärtners in der Zukunft

Ebensowenig wie Privatpersonen auf die ansprechende Gestaltung von Terrasse oder Garten verzichten wollen, bieten sich in modernen Städten immer wieder neue Herausforderungen für den Garten- und Landschaftsbau. Die Fähigkeiten eines Gärtners, mit einem kreativen Auge und wirtschaftlichem Geschick natürliche Installationen und Zusammenstellungen zu kreieren, dürfte in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiterhin einen hohen Stellenwert genießen. Ein idealer und facettenreicher Ausbildungsberuf also für Männer wie Frauen gleichermaßen, die eine Liebe zur Natur besitzen.

Schuster Floristenbedarf - Berufsbild: Der Gärtner